Statistisches Jahrbuch 2008/2009 erschienen

Das Statistische Amt hat das Statistische Jahrbuch 2008/2009 herausgegeben. Es handelt sich um die bereits 59. Ausgabe des Nachschlagewerks.





Das Jahrbuch liefert eine Vielzahl wichtiger und interessanter Daten zur Landeshauptstadt Stuttgart. Die knapp 50 000 Zahlen in 310 Tabellen sind übersichtlich in 15 Kapitel gegliedert. Zusätzlich werden wichtige Sachverhalte in rund 100 Grafiken dargestellt. Wie in den Vorjahren wurde das handliche DIN A5-Format beibehalten. Die Anordnung und die Inhalte der einzelnen Kapitel sind in einheitlicher Struktur gestaltet. Der Lesefreundlichkeit dienen sowohl das detaillierte Inhaltsverzeichnis, der Verweis auf die Großstadt- und Regionalvergleiche und das Indikatorenverzeichnis als auch ein separates Tabellen- und Abbildungsverzeichnis. Zusätzlich werden bei den einzelnen Kapiteln besonders interessante Entwicklungen zu Beginn des jeweiligen Kapitels mittels einer Grafik illustriert und kurz erklärt. Definitionen und Kurzbeschreibungen jedes Kapitels runden das Informationsangebot ab.

Das Statistische Jahrbuch enthält die chronologische Darstellung der wichtigsten Ereignisse in Stuttgart 2007 und 2008 und zwei Vierfarb-Karten zur Topografie und zur Stadtteilgliederung Stuttgarts.

Das Jahrbuch erscheint auch im städtischen Onlineangebot unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem. Hier können neben dem gedruckten Jahrbuch auch die Tabellen einzeln zum Herunterladen bestellt werden.

Nachstehend kurzgefasst einige interessante Einzelergebnisse aus dem Informationsangebot des Statistischen Jahrbuches 2008/2009:

Einwohner

Seit dem Jahr 1999 ist die Einwohnerzahl Stuttgarts um fast 8000 angestiegen. Zum Ende des Jahres 2008 lag die Zahl der Wohnberechtigten bei 593 070.

Bezogen auf die Zahl der Einwohner konnten die Stadtbezirke Obertürkheim, Süd und Vaihingen am stärksten von den Bevölkerungszuwächsen profitieren. Dagegen nahm die Zahl der Wohnberechtigten in Degerloch, Zuffenhausen und Botnang besonders stark ab.

Der Anteil der Ausländer an allen Einwohnern ist seit dem Jahr 2000 rückläufig und erreichte Ende 2008 noch 21,3 Prozent. Die größten Gruppen stellen die Staatsangehörigen aus der Türkei (21 555), Italien (13 553), Griechenland (13 503), Kroatien (12 360) und Serbien (10 307). Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund nimmt weiter zu und lag Ende des Jahres 2008 bei 38,5 Prozent.

Mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) der Stuttgarter Haushalte bestand 2008 aus nur einer Person.

Bauen und Wohnen

Die Verdrängung des Geschosswohnungsbaus durch den Einfamilienhausbau – Tiefstand war 2007 mit 76 fertiggestellten Mehrfamilienhäusern – hat sich 2008 abgeschwächt.

Auch 2008 ist die Pro-Kopf-Wohnfläche weiter angestiegen. Mit 37,3 Quadratmetern liegt sie nun um 1,5 Quadratmeter höher als vor zehn Jahren.

Der Bestand an geförderten Wohnungen verringert sich nach und nach. 1992 betrug der Anteil der Sozialmietwohnungen am Wohnungsbestand 10,5 Prozent, 2008 waren es nur noch 6,9 Prozent.

Arbeitsmarkt

Im Jahr 2007 betrug die Zahl der in Stuttgart Erwerbstätigen 467 200 und lag damit um etwa 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in 2008 im Vergleich zum Vorjahr (jeweils 30. Juni) um 5852 auf 346 433 gestiegen.

Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Stuttgart kommen 60,8 Prozent von außerhalb: So pendelten 2008 von den etwa 210 700 sozialversicherungspflichtigen Berufseinpendlern nach Stuttgart rund 44 300 aus dem Landkreis Ludwigsburg, rund 38 900 aus dem Landkreis Esslingen und rund 31 700 aus dem Rems-Murr-Kreis ein.

Im Jahresdurchschnitt hat die Zahl der Arbeitslosen in der Landeshauptstadt (2008 gegenüber 2007) um 3917 auf nun 15 568 Personen abgenommen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent.

Die gemeldeten Stellen haben sich im Jahresdurchschnitt 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 302 auf 5040 erstmals seit 2005 verringert.

Soziales

Die Empfänger der Arbeitslosenhilfe und die arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger sowie deren Bedarfsgemeinschaften wurden zum 1. Januar 2005 im Sozialgesetzbuch (SGB) II zusammengeführt. Die nichtarbeitsfähigen (das heißt täglich keine drei Stunden arbeitsfähigen) Sozialhilfeempfänger und die Grundsicherungsempfänger im Alter und bei Erwerbsminderung wurden parallel dazu in das SGB XII integriert. Diese Änderungen sind der Grund dafür, dass die Zeitreihen bis 2004 nicht mehr fortgeführt werden, weil die Daten seit 2005 mit denen davor nicht mehr vergleichbar sind.

Am Jahresende 2008 erhielten in der Landeshauptstadt Stuttgart in 20 883 Bedarfgemeinschaften 28 119 arbeitsfähige Empfänger Leistungen in Form von Arbeitslosengeld II sowie 11 365 Empfänger (überwiegend Kinder unter 15 Jahren) Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch II.

Tourismus

Das Jahr 2008 stellt mit 2,74 Millionen Übernachtungen ein neues Rekordjahr im Stuttgarter Städtetourismus dar.

Die meisten Übernachtungsgäste in Stuttgart kommen aus der Schweiz, gefolgt von Gästen aus den USA. Aufgrund der längeren Aufenthaltsdauer dieser Gäste nimmt aber die USA Platz 1 bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland ein.

Die traditionelle Publikumsmesse CMT fand im Jahr 2008 erstmals auf der neu eröffneten Landesmesse Stuttgart statt und hat auf Anhieb einen neuen Messerekord bei Ausstellern und Besuchern ausgelöst. Damit hat die CMT sich als bedeutendste europäische Publikumsmesse für die Tourismuswirtschaft behaupten können.

Finanzen und Steuern

Die Einnahmen der Landeshauptstadt Stuttgart summierten sich nach der vierteljährlichen Kassenstatistik im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt 2008 auf 2,2 Milliarden Euro. Davon wurden 2,1 Milliarden Euro im Verwaltungs- und 116 Millionen Euro im Vermögenshaushalt verbucht.

Den Gesamteinnahmen standen nach der Kassenstatistik 2008 Gesamtausgaben in Höhe von 1,96 Milliarden Euro gegenüber. Wie schon in den Vorjahren wurden die Schulden auch 2008 abgebaut. Der Schuldenstand belief sich am Ende des Jahres 2008 auf 287 Millionen Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Verschuldung von 480 Euro je Einwohner.

Umwelt und Verkehr

Der Rückgang an CO2-Emissionen um 0,4 Tonnen je Einwohner zwischen 1990 und 2005 ist dem erhöhten Einsatz erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung und dem geringeren Einsatz von Kohle zu verdanken.

Auf fast 78 000 privat zugelassene Personenkraftfahrzeuge trafen alle Bedingungen für die Umweltprämie zu, das bedeutet, dass in Stuttgart mehr als jeder dritte Pkw hätte „abgewrackt“ werden können.

2294 Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden wurden 2008 erfasst. Dabei wurden sechs Menschen getötet und 2994 Personen verletzt.

Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart VVS hat im Jahr 2008 mehr als 326 Millionen Fahrgäste befördert.

Die Zahl der Passagiere am Stuttgarter Flughafen erreichte mit 9,9 Millionen nicht ganz die Rekordergebnisse der beiden Vorjahre.

Bei der Verkehrszählung an der Markungsgrenze von Stuttgart im Jahr 2008 wurden an einem normalen Werktag innerhalb von 16 Stunden 803 963 Kraftfahrzeuge und 1340 Fahrräder gezählt. Das Statistische Jahrbuch 2008/2009 ist beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39 (Schwabenzentrum), 70173 Stuttgart, zum Preis von 13 Euro erhältlich, Telefon 216-34 40, Fax 216-39 00. Detaillierte Spezialinformationen stehen daneben im statistischen Informationssystem unter

www.stuttgart.de/statistik

bereit.



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