Kleine Hoheiten - Leon und Leonie

Giraffen-Nachwuchs im Doppelpack: Auf Leonie, die am 28. Juni geboren wurde, folgte am 19. August der kleine Giraffenbulle Leon. Für die Giraffenmütter Kiburi und Tarika war es jeweils ihr erster Nachwuchs. Wohl auch deshalb ist vor allem Tarika in ihrer übergroßen Fürsorge kaum zu bremsen.





Diesmal hatten die Tierpfleger Glück: Da Leon nicht nachts, sondern am helllichten Vormittag zur Welt kam, konnten sie seine Sturzgeburt aus zwei Metern Höhe live verfolgen. Sorgen machten sie sich trotzdem keine: Denn Giraffenkinder sind für solche extremen „Fälle“ konstruiert und überstehen sie stets schadlos. Eine Stunde später sind sie auf den Beinen, nach einer weiteren halben Stunde trinken sie bereits. So auch Leon. Nur seine Mutter Tarika glaubt offenbar, ihr Sohn sei „aus Zucker“ und müsse rund um die Uhr beschützt werden. Wehe, ein Pfleger oder Besucher kommt ihm zu nahe, dann macht sie dicke Backen und pustet ihm was – denn so sehen Drohgebärden nach Giraffenart aus. Ja, selbst die Annäherungsversuche der kleinen Leonie an ihren neuen Spielgefährten blockt die „Supermami“ bisher ab. Hin und wieder aber entwischt Leon seiner strengen Leibwächterin und geht auf Stippvisite zu den Kudus nebenan, was diese anfangs sichtlich verdutzte. Denn während die Kudus jederzeit durch eine niedere „Antilopen-Tür“ ins Giraffengehege schlüpfen können, war in den letzten fünf Jahren mangels Nachwuchs keine Giraffe klein genug, um es andersherum zu schaffen. In der afrikanischen Savanne hätte Tarikas Vorsicht Leon mit Sicherheit schon öfter das Leben gerettet. Denn dort sind Giraffenkinder beliebte Leckerbissen für Löwen, Leoparden, Krokodile und Hyänen. 50 bis 75 Prozent der jungen Giraffen werden kein Jahr alt. Je schneller sie wachsen, desto schneller wächst daher auch ihre Überlebenschance. Etwa 0,3 Zentimeter legt ein bei der Geburt rund 1,70 Meter großes Giraffenkind pro Tag zu, einen Meter insgesamt im ersten Lebensjahr. Und weil das Kraft kostet, sorgt ein eingebautes Energiesparprogramm dafür, dass kleine Giraffen nicht so wild umhertollen wie andere Tierkinder, sondern jede Kalorie möglichst direkt in ihr Wachstum investiert wird. Daher stehen die Jungen oft einfach ruhig und gut getarnt zwischen den Savannenbüschen umher und tun gar nichts. Außer wachsen, natürlich.


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