Innovationen: Deutschland könnte es besser

Selbst in der Krise setzen die Unternehmen auf Innovationen – das zeigt eine aktuelle DIHK-Umfrage. Die Befürchtung, dass die konjunkturelle Entwicklung eins zu eins auf das Innovationsengagement der Betriebe durchschlägt, bewahrheitet sich somit nicht.





Insbesondere der Mittelstand will sich derzeit breiter aufstellen – er entwickelt neue Produkte und Dienstleistungen. 30 Prozent dieser Unternehmen reagieren mit mehr Innovationen auf die Krise, nur 5 Prozent reduzieren ihr Innovationsengagement. Deutlich schwieriger ist die Situation hingegen bei den Großunternehmen. Die teilweise hohen Umsatzeinbrüche fordern ihren Tribut; so sehen sich 18 Prozent der großen Unternehmen gezwungen, avisierte Innovationsprojekte zu verschieben, weitere 15 Prozent müssen sogar Projekte streichen. Allerdings bauen auch hier immerhin 17 Prozent der Unternehmen Innovationsaktivitäten aus. Hemmschuh Innovationsfinanzierung Die Krise lässt die Unternehmen nicht resignieren, doch herrscht bei der Umsetzung ihrer Innovationsvorhaben oftmals ein starker Gegenwind. Insbesondere die schwierige Finanzierungssituation droht Innovationsprojekte auszubremsen. Es ist alarmierend, dass 16 Prozent aller innovationsaktiven Betriebe derzeit keine Kredite für ihre Innovationsprojekte erhalten und weitere 14 Prozent von verschlechterten Finanzierungsbedingungen berichten. Mit den absehbar schlechten Bilanzkennzahlen 2009 dürfte sich das Problem 2010 sogar noch verschärfen. Erschwerend ist, dass die potenzielle Finanzierungsalternative Beteiligungskapital in Deutschland kaum verfügbar ist – auch aufgrund von regulatorischen Defiziten, wie z. B. den Beschränkungen beim Verlustvortrag. Sofortmaßnahme: Unternehmensteuerreform 2008 korrigieren Die Krise zehrt an der Eigenkapitaldecke vieler Unternehmen, was wiederum die externen Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationsprojekte reduziert. Elemente der Unternehmensteuerreform 2008, wie die Besteuerung von Funktionsverlagerungen, die Zinsschranke, die Begrenzung des Verlustvortrags und die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, z. B. von Lizenzgebühren, verschärfen dieses Problem sogar noch und belasten innovative Unternehmen zusätzlich. Die neue Regierung muss diese Innovationsbremsen schnellstmöglich beseitigen. Defizite bei den Rahmenbedingungen – Politik ist gefragt Die Betriebe haben – auch das zeigt die Umfrage – klare Prioritäten für innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. An erster Stelle steht der Bürokratieabbau. Denn angesichts kürzer werdender Innovationszyklen können bereits geringe Verzögerungen eine Markteinführung gefährden. Priorität für den Innovationsstandort Deutschland hat auch ein einfaches und transparentes Steuerrecht, das die Unternehmen ohne die derzeit hohen Beratungskosten befolgen können. Mit Blick auf einen kommenden Aufschwung droht zudem der Forscher- und Fachkräftemangel wieder zum Flaschenhals für die Innovationsfähigkeit der Betriebe zu werden. Die Politik muss also auch jenseits des Finanzierungsthemas klare Akzente setzen: Genehmigungs- und Zulassungsverfahren vereinfachen und Maßnahmen zur Stärkung der Fachkräftebasis ergreifen. Die aktuelle Innovationsumfrage ist im Internet verfügbar: http://www.dihk.de/inhalt/download/innovation_in_der_krise.pdf


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